Die Hannoversche Richtervereinigung besichtigt den Flughafen Hannover (BG Hannover)

Am 1. September 2011 erhielten knapp zwanzig Mitglieder der Hannoverschen Richtervereinigung die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Hannover zu werfen.

Ermöglicht wurde dies durch die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei.  Am Flughafen wurde die Gruppe durch den Dienststellenleiter, Herrn Stein, und den Pressesprecher, Herrn Steigerwald, freundlich begrüßt.

Herr Stein vermittelte zunächst anhand eines Modells einen Überblick über das Flughafengelände und erörterte die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der Bundespolizei am Flughafen: die Grenzpolizei, die Verantwortlichkeit für die Luftsicherheit, die Bahnpolizei (etwa für die S-Bahn-Strecke) und die Strafverfolgung im Zuge internationaler grenzüberschreitender Kriminalität.

Im Anschluss wurden wir durch die Räume der Einsatzleitstelle geführt, wo unter anderem das System der Gepäckkontrolle erklärt und ein Einblick in die Möglichkeiten der Fahndung nach gesuchten Personen unter Flugpassagieren gegeben wurde. Es schloss sich ein interessanter Vortrag über die Prüfung von Ausweispapieren mit einer kurzen Vorführung der hierfür zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten an. Hier bekam man einen Eindruck davon, wie schwierig es angesichts der Vielzahl internationaler Passunterlagen und des im Flugalltag bestehenden Zeitdrucks sein kann, eine verlässliche Aussage über die Echtheit von Papieren zu treffen.

Auch die Frage, was eigentlich mit dem Reisegepäck nach der Abgabe am Check-In passiert, blieb nicht unbeantwortet. So konnten wir am Bildschirm mitverfolgen, wie Gepäckstücke, die durch die automatische Kontrollanlage als „verdächtig“ aussortiert wurden, durchleuchtet und geöffnet wurden. Glücklicherweise wurden in unserer Anwesenheit keine Gefahrgüter gefunden.

Am Ende wurde der Gruppe auch die Handgepäckkontrolle vorgeführt und erörtert. Unter Verwendung von zu Prüfungszwecken für Sicherheitsdienstmitarbeiter zusammengestellten Gepäckstücken wurde erklärt, wie man die von der Röntgenanlage erstellten Bilder auswertet. Nach der entsprechenden Erläuterung des zugehörigen Röntgenbildes entdeckten wir sogar eine in ihre Einzelbestandteile zerlegte, in dem Mustergepäckstück versteckte Handgranate. Nachdem uns die Röntgenanlage noch einen Einblick in den Reisekoffer eines der Teilnehmer der Führung (glücklicherweise ohne Fund) gewährt hatte, ging unsere Besichtigungstour zu Ende.

Der Bundespolizei gilt ein großer Dank für diesen hochinteressanten und kurzweiligen Einblick in ihre Arbeit. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch, bei dem wir weitere Teile des Flughafenbetriebs zu sehen bekommen. Den Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

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