JuRiWiki - ein Projekt des DRB für Berufseinsteiger

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JuRiWiki.de ist eine Wissenssammlung des Deutschen Richterbundes von und für junge Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte nach dem Wikipedia-Prinzip.

Die Seite wurde ursprünglich vom Landesverband Berlin des DRB ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit allen interessierten Proberichterinnen und Proberichtern soll eine Fundgrube des Erfahrungswissens geschaffen und so ein hilfreiches Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt und weiterentwickelt werden.

Das JuRiWiki lebt vom Mitmachen: Die Redaktion hat eine... (mehr)

DRB-Forum - ein Service des DRB für seine Mitglieder

Wir wissen alle, wie gut es ist, Kolleginnen und Kollegen an seinem Gericht bzw. seiner Staatsanwaltschaft zu haben, die bei Fragen schnell helfen können. Aber manchmal ist man der einzige im Gericht oder der Staatsanwaltschaft, der ein Rechtsgebiet bearbeitet oder bei dem ein zu lösendes Problem auftritt. Wie günstig wäre es da, hätte man nicht nur ein paar Kolleginnen und Kollegen vor Ort, sondern über 14.000 Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte als Ansprechpartner.Seit  September 2009 hat der DRB ein... (mehr)

Mappe für Proberichterinnen und Proberichter

Der NRB hat eine Mappe für Proberichterinnen und Proberichter erstellt.

Als Proberichterin oder Proberichter können Sie die von Ihnen im Studium und Referendariat erworbenen juristischen Fähigkeiten nun endlich in der Praxis anwenden. Der berufliche Alltag als Richterin oder Richter, Staatsanwältin oder Staatsanwalt beinhaltet jedoch nicht nur klassische Rechtsanwendung. Es stehen auch oft rein praktische Fragen abseits der Juristerei im Vordergrund.

Unsere Mappe soll Ihnen den Einstieg in den Berufsalltag ein wenig erleichtern. Sie... (mehr)

Personalentwicklungskonzept

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Das Niedersächsische Justizministerium hat ein allgemeines Personalentwicklungskonzept für Proberichterinnen und Proberichter entwickelt, das zum 1. März 2009 in Kraft getreten ist. Dessen Inhalt lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Zu Beginn der Tätigkeit in einem Gericht bzw. einer Behörde ist eine ein- bis zweitätige Einführungsphase vorgesehen, in der sich die Proberichterinnen bzw. die Proberichter ohne Aktenzutrag mit der neuen Arbeitsumgebung bekannt machen können. Die Einführungsphase dient dem Kennenlernen der Kollegen, Vorgesetzten... (mehr)

Die dienstliche Beurteilung

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Die dienstliche Beurteilung der Richter und Staatsanwälte ist geregelt in § 5 NRiG und in der AV des MJ vom 4. Februar 2015 (Nds. Rpfl. 2015, 77).

Beurteilungen stehen im Probedienst nach neun Monaten und sodann im jährlichen Abstand an. Außerdem erfolgen Beurteilungen bei Versetzungen - nach mehr als dreimonatiger Tätigkeit - und bei einer Bewerbung um eine Planstelle. Die Beurteilung wird von dem unmittelbaren Dienstvorgesetzten vorgenommen. Dies ist beim Einsatz an Amts- oder Landgerichten der Präsi­dent des Landgerichts, ggf. der... (mehr)

Verlauf des Probedienstes

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Der Probedienst dauert gem. § 10 Abs. 1 DRiG mindestens drei Jahre, maximal fünf Jahre (§ 12 Abs. 2 Satz 1 DRiG). Bei Anrechnung früherer beruflicher Tätigkeiten ist nach § 10 Abs. 2 DRiG eine Ernennung zum Richter auf Lebenszeit auch früher möglich.

Richter auf Probe beginnen in Niedersachsen ihren Dienst in der Regel entweder bei einem Landgericht oder einer Staatsanwaltschaft. Bei Letzterer führen sie die Amtsbezeichnung Staatsanwältin/Staatsanwalt wie die planmäßigen Kollegen auch, ansonsten die Amtsbezeichnung Richter/Richterin ohne... (mehr)

Das staatsanwaltschaftliche Dezernat

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1. Während der ersten Tage

2. Das tägliche Dezernat

3. Zeichnungsrechte

4. Vertretung

5.Sitzungsdienst

6. Plädoyer

7. Der staatsanwaltschaftliche Eildienst

1. Während der ersten Tage

 

Ein genaues Studium des Geschäftsverteilungsplanes kann Ihnen viel Arbeit ersparen. Sie wären nicht der erste Neuling, der drei Tage an einer großen Anklage sitzt, die der Kollege nebenan hätte bearbeiten müssen. Wichtig ist die OrgStA (Anordnung über Organisation und Betrieb der Staatsanwaltschaft). Hier finden sich Regelungen über die Gegenzeichnung,... (mehr)

Proberichter(in) beim Amtsgericht

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Zum Amtsgericht werden Sie im Regelfall erst nach einer oder mehrerer vorheriger Stationen bei Landgericht oder Staatsanwaltschaft versetzt werden. Das ist auch sinnvoll, denn am Amtsgericht sind Sie noch viel stärker auf sich allein gestellt.

Bei kleineren Amtsgerichten gibt es möglicherweise auch keine Kollegin oder keinen Kollegen, der ähnliche Zuständigkeiten wie Sie selbst hat, so dass es auch mit dem Fragen schwieriger wird.

Die ersten Tage

Sofern Sie zu einem kleineren Amtsgericht versetzt wurden, sollten Sie sich bei allen... (mehr)

Proberichter(in) beim Landgericht

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Die ersten Tage am Landgericht

Stellen Sie sich nicht nur bei der Präsidentin oder dem Präsidenten und der Vizepräsidentin oder dem Vizepräsidenten vor, sondern auch bei möglichst allen Vorsitzenden, den Mitgliedern Ihrer Kammer(n) und Ihren Geschäftsstellen. Fragen Sie, ob es Kaffeerunden oder andere regelmäßige Zusammenkünfte gibt, bei denen Sie die weiteren Kolleginnen und Kollegen kennenlernen können.

Lassen Sie sich von den Bediensteten der Geschäftsstelle erklären, wie Sie bestimmte Akten selbst finden können. Lassen Sie sich... (mehr)

Vorwort

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aller Anfang ist schwer und das gilt für den Richterdienst gerade in Zeiten weiterhin knapper öffentlicher Kassen.

Da es weiterhin zu wenig Richterstellen gibt, haben wir alle viel Arbeit. Für den Anfänger, der die große Verantwortung besonders spürt, bedeutet dies ein Übermaß davon. Sie wollen alles richtig machen und stellen doch immer wieder fest, wie viel noch „schief läuft“. Diese erste Durststrecke muss auch jeder von Ihnen überstehen, das ist uns allen so gegangen. Sie werden aber auch feststellen,... (mehr)

Proberichter(in) in der Sozialgerichtsbarkeit

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Herr RiLSG Philipp String vom Bund Niedersächsischer Sozialrichter (BNS) hat eine Proberichtermappe für die Sozialgerichtsbarkeit herausgegeben, auf die an dieser Stelle verwiesen werden soll. Der BNS ist der Berufsverband, der ausschließlich die Interessen der niedersächsischen und bremischen Sozialrichter vertritt. Der BNS ist Mitglied des NRB und des DRB sowie des Bundes Deutscher Sozialrichter (BDS).

Der Probedienst dauert in der Sozialgerichtsbarkeit auch in der Regel drei Jahre. Er gliedert sich in eine derzeit meist ein- bis etwa... (mehr)